Seelsorgeeinheit Heimat Bischof Sproll







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Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll


Bischof Sproll wurde am 02.10.1870 in Schweinhausen geboren und 1895 zum Priester geweiht. Seine Vikarszeit verbrachte er in Oberndorf und in Hofs bei Dr. Josef Vochezer, seinem Förderer und ehemaligen Pfarrer von Schweinhausen. 1897 wurde er Repetent am Wilhelmsstift, 1900 Subregens am Priesterseminar in Rottenburg und 1909 Pfarrer in Kirchen bei Ehingen. Seit 1912 war er Mitglied des Domkapitels, wurde 1913 Generalvikar und 1916 zum Weih- bischof in Rottenburg geweiht. Seine Inthronisation zum 7. Bischof von Rottenburg erfolgte am 14.06.1927. Außerdem war er 1919/20 Mitglied der verfassungsgebenden Landesversammlung.

Den Ehrentitel Bekennerbischof erhielt Dr. Joannes Baptista Sproll aufgrund seines mutigen Eintretens gegen den National-sozialismus. Vor allem seine deutlichen und grundsatzfesten Predigten, dass Christentum und Nationalsozialismus nicht vereinbar sind, schürten den Hass des Regimes. Er war ein Mann mit Haltung, streitbar und unbequem. Nach seinem Wahlboykott am 10.04.1938 wurde er vier Monate später aus der Diözese verbannt. Er kehrte erst am 12.06.1945 schwer krank nach Rottenburg zurück. Dort starb er am 04.03.1949. Für Bischof Joannes Baptista Sproll wurde im Mai 2011 der Seligsprechungs-prozess  in Rottenburg eröffnet.

2015/16 wird nun ein eigener Gedenkort an Sprolls Heimatkirche angebaut werden. Zwei Seiten und die Decke des Anbaus werden aus Glas sein und durch den Kunstmaler Hermann Geyer dem Gedenkort entsprechend gestaltet. Dort sollen dann Mitra, Kelch und Totenmaske von Bischof Sproll ausgestellt werden. So kann innerhalb der Kirche und jederzeit zugänglich die Verehrung von Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll in Andacht wahrgenommen werden.


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Bilder Mitra Vorder- und Rückseite, 

Kelch und Totenmaske von Bischof Sprol.